Dienstag, 23. Januar 2018 

ZEICHNUNGEN


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Die Watschenmann - Schwärzungen, 2015





"Watschenmann" - das ist der im September 2014 im Salzburger Otto Müller Verlag erschienene Debütroman von Karin Peschka. Die Hauptfiguren sind Heinrich, Dragan und Lydia, die im Wien des Jahres 1954 gemeinsam in einem alten Schuppen leben. Heinrich ist ein junger Mann, der glaubt, dass der Krieg wie ein Wurm in den Menschen weiterlebt, man muss ihn herauslocken, indem man provoziert.

In den vorliegenden Schwärzungen stehen aber drei Nebenfiguren im Vordergrund:
Die Pritschlerin, der Kummerl und der Lichterl - Sigi.
Sie sind Außenseiter, isoliert von und in jeder Gesellschaft. Durch Schwärzungen jener Textstellen des Originalmanuskriptes, in denen die Figuren in die Geschichte eingeführt werden, hat Peschka versucht, diese Isolation noch zu verstärken.
Alles, was auf andere Personen hinweist, wurde herausgestrichen. Jede Ansprache, jede Hinwendung, jede fremde Geste. Übrig bleibt das Skelett der Figuren - und Michael Hedwig hat diesem Herausgestellten eine Gestalt gegeben.

Die "Watschenmann" - Ergänzung

Im Anschluss an die Verbildlichung der Schwärzungen zeichnete Michael Hedwig eine Figur ins "Watschenmann" - Universum hinein. Eine, die noch nicht hineingeschrieben worden war, von der also auch Karin Peschka nichts wusste.

Nachdem sie das Bild von Michael bekommen hatte, verfasste sie den Text dazu, so, wie er auch im Roman hätte stehen können. Michael Hedwig hat sich dafür entschieden, den "Kindern der Pritschlerin" Gesicht und Gestalt zu geben. Somit sind auch sie Teil des Romans geworden, über das Geschriebene hinaus.

Die Ergänzung steht für die Lebendigkeit einer Geschichte
- die mit der Drucklegung, der Veröffentlichung des Romans nicht fertiggeschrieben ist.



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